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Veggieday, Frugensdach & Co.
Wier't nich anne Tiet, denn gauden ollen Frugensdach ok'n denglischen Nåmen tau gäben, so as dat hüt in Mod' is? Dit güng mi döch'n Kopp, as mi vör 'n Tiet dat Wurt "Veggieday" ünner dei Ogen keem. Dor mösst ik mi ierst mål klauk måken un keem denn dorachter, dat sik dat üm niemodsche Aposteln hanneln deit, dei dorvon predigen, dat 'n an einen Dach inne Wäk, äben an den Veggieday, kein Fleisch äten süll. In Amerika hett dat mit den Veggieday an'n Mondach anfungen, un nu gifft dat hier un dor bi uns in Dütschland ok Lüd, dei dat in Wirtschaften, Kantinen, Schaulen un Jugendhotels dörchsetten willen. Un denk nich, du kunnst einfach "Weggidäi" seggen! Dat dubbelte g will ingelsch utspråken warrn: "Weddschidäi" is dei korrekte Utsprååk! Blameer di man bloots nich! Un as ik klauk wier, säd ik tau mien Fru: "Weitst wat, hüt måken wi 'n Veggieday." wer sei wüsst dormit nich so recht wat antaufangen un antert mi "Dei Hochtietsdach is doch all wäst." Un denn verklor ik ehr disse niedmodsch Såk un verklor ehr, dat dat kåmen künn, dat dat 'n Order gifft, ümmer an'n Dunnersdach inne Wäk Karbonaden, Suerfleisch orrer Pökelbråden gägen Klümp un Pannkauken uttautuschen. "Wenn't so is", säd mien Fru, "denn måken wi ja mit uns Beern un Klümp, Tüffel- un Eierpannkauken, dicken Ries mit Zucker un Kanehl un Armen Ridder nauch Veggiedays."
Un denn fangen wi doch an tau simmelieren, ob dat 'n Dunnersdach sien möt un würklich 'n Bewägung dorför nödig is, den Minschen dorvon aftauhollen, dat hei Fleisch äten deit un sik so as 'n Gaus orrer Kaninken blot noch mit Gräuntüch taufräden gifft. Un denn beläs ik mi un kriech mit, dat dei gräunen Veggieday-Aktivisten Minschen bewägen willen, dorwer nåtaudenken, ob 'n Minsch würklich in'n Johr so üm dei 60 kg Fleisch äten möt un woans hei dörch weniger Fleisch up'n Töller sien eigen Sundheit un dat Läben vonne Dierten verbädern kann. wer dei Minsch lött sik dat noch nich giern vörschrieben, wennihr hei Fleisch äten un wennihr hei kein Fleisch äten dörf. wer uns Demokratie gifft den Spälrum dortau: Liekso as Söder åpentlich Currywust fuddern un dei Fleischindustrie Reklååm för Steak måken kann, knen dei Veggie-Aktivisten mit väl Upseihn Reklååm för' n Dach åhn Fleisch måken un nich jederein möt sik dei Jack antrecken.
Un denn kåm ik in't Gruveln un mi föllt wat in, dat einen
plausibel un doch nich plausibel vörkümmt. Wenn't Veggieday
gäben sall un den "Girls' day" all gifft, worüm
denn nich von 'n "Birthday" för 'n Geburtsdach un den
"Womens' day" för' n Frugensdach schnacken? Anners
kannst dat dei jungen Minschen doch nich miehr verköpen
nich dei "Generaschon Z" orr "Gen Z" (spreek:
"Dschen Si", dat sünd dei twüschen Wenn'n tau'n Bispill dei Gedenk- un Ehrendååch ut dei DDR (dor gäw dat ja nu jüst kein Knappheit an) dei "Generaschon alpha" smackhaft måken will, dor kunnst väl Fantasie bruken: Dei "Tag der Werktätigen des Post- und Fernmeldewesens" (9. Februar) müss denn "Communications Workers' Day" heiten un dei "Tag der Werktätigen des Bereiches der haus- und kommunalwirtschaftlichen Dienstleistungen" (20.9.) warrt tau'n "Keep Home and Hood Tidy Day" (man dei Warktätigen falln dorbi so'n bäten ünnern Disch). Un so wieder! wer all disse Dåch sünd ja man blot "Akschonsdåch"
un noch kein Fieerdåch. Nähmen wi den Frugensdach. Hei
hett in Amerika mit'n Akschonsdach sienen Anfang nåhmen, as
dor 1909 Frugenslüd taun iersten Mal up'e Stråt güngen,
üm för ehr Wahlrecht tau demonstrieren. Von dor ut güng
dat wer Kopenhågen nå Düütschland un anner
Länner in Europa un hett sik bet hüt hollen. Un nu mål Hand up't Hart: Bruken wi Nuurddüütschen nich all miehr nie'e Fierdåch, üm dei Bayern Kontra tau gäwen? Un vunwägen uns multikulturelle, multiethnische un öwerhaupt multi-dingsda Gesellschåp schulln dat kein religiöse Fierdåch sien. Also mål ran an't Wark un poor schöne Fierdåchnamen up Ingelsch utdrücken denn kannst dat ok an'n Mann (m/w/d) bringen! |
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21.6.2026 |