Den Sozialstaat reformiern

vun Behrend Böckmann


Dat gaude Läben hett Grenzen, wiederhen so läben as bet hüt is nich tau betåhlen, dit System kœnen wi uns nich mihr leisten, so dei Kanzler Fiete Merz, dei Sozialstaat möt reformiert warden... So möt dat Börgergeld reformiert warden, dormit wedder mihr Minschen Lust up Arbeid kriegen, un dorher möt dei Kranken-, Plääch- un Rentenversäkerung nie dörchdacht warden, dormit allens betåhlbor blifft. Un denn kümmt 'n Rentenkommis'schon tauhoop, in dei sik wull taun gröttsten Deil bäderstellte Pangschonäre 'n Kopp måken. Un dat keem nich so gaut an, un dor dat mit dei Wirtschaft ok nich so löppt, as dat verspråken wür — denn Arbeid sall doch wedder bäten mihr inne Kniep inbringen as blot mit Börgergeld up't Sofa sitten —, wägen all dat sall'n miteinst länger arbeiden, sall den Staat nütz sien un dei Rent upbädern.

Nu seet wedder 'n Kommis'schon von Bund un Länner un kommunale Spitzenverbänn' as dei Städte- un Landkreisdach, dei Krankenkassenverband un
Wohlfohrtsverbänn as DRK, Caritas u.a., Wirtschaftsverbänn', Karken, Gewerkschaften u. a. tauhop. Un dei schlöcht 'n "politischen, rechtlichen un gesamtgesellschaftlichen Kraftakt" vör, dormit dei Sozialstaat wiederhen dat leisten kann, wat för den Börger nödig is, dei dat würklich nödig hett.

Un man denkt an all, an Frömde un an dei, dei allein 'n lütten Wörm uptrecken möten, wägen 'n Krankheit nich arbeiden dörpen orrer mit Schrift un Språk noch nich so ümgåhn, dat's 'n Formular läsen, verståhn, utfüllen un anne richtige Stell afgäben orrer inreiken kœnen. Un nich all sünd so kunnig, dat's weiten, up wecker Amt orrer in wecker Inrichtung dei minnerbemittelte Minsch 'n Andrach up Wohngeld un Hülp taun Läbensünnerholt, up 'n Tauschuss ut't Billungspaket för Schaulsåken, för Kinnergeld, Kinnertauschlach, Öllerngeld, Muddergeld, den Ünnerholtsvörschuss un dat "Teilhabe"-Geld, up Geld för 'n Schullenberadung un 'n Inkopsschien för dei Tafel, för 'n Mudder- un Kindkur un anner Hülp stellen möt.

Un wat dei Kommis'schon nu för dulle Vörschlääch hett: Kümmt 'n Kind up'e Welt, denn lannt mit dei Anmellung up't Standsamt dat Kinnergeld automatisch up't Öllernkonto, wenn's denn 'n Girokonto hemm'. Ok wenn man't nich glöben mach, gaut 'n half Milljon Börger hemm' kein Girokonto, dor's dat wägen Schullen nich kriegen, dei Kuckuck anne Husdör kläwt orrer wenn's ünner'n frieen Häben läben. Un nå Vermaudungen sall dat noch mihr Börgers gäben, dei nich krankenversäkert sünd. Un man stellt liekers up "digital" üm, schnackt von'n "einheitlich digitale Infrastruktur" för Deinstleistungen, von'n "zentralet digitalet Sozialportal", dormit dei Behördenkuddelmuddel uphürt, dat dei, dei 't nödig hemm', an ein Stell all dat anföddern kœnen, wat sei tausteiht, un dei Kunn' blot ein Amt (Jobcenter orrer Sozialamt) anstüern möt. Up 50 Sieden höllt dei Kommis'schon fast, wat allens woans reformiert un dei digitale Niestart organisiert warden sall — in ein Johr künn man dormit anfangen. Ob dat Enn' œwer mit dei tweite orrer gor drüdde Amtstiet von Fiete Merz aftauseihn is, dat steiht wull inne Stierns.


8.2.2026


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