sneeSchnei föllt


Schnei föllt

Wat wier’t so still in disse Nacht
Un ut den Häben föll ganz sacht
Flock an Flock ganz piel hendål.

Up jeden Twieg von jeden Bom
Sett sik fast dei witte Drom —
Winter is’t mit einen Mål.

snee

sneeSchneidromgedanken

Œwer Nacht
keem witte Pracht
mit einen Mål
von'n Häben dål.

Sünnenlicht —
weck witte Sicht!
Un œwer't Holt
dei Sünn lücht stolt!

Up den Schnei
ein schwatte Kreih,
dei hüppen deit
ut Dankborkeit.

Jeder Bom
ein witter Drom.
Wat sünd sei schön —
mien Zuckerböm!

Båben wåhnt
dei bleike Månd
süht inne Nacht
dei witte Pracht.

Schneihuben

Hüt is dat so as väle Johr:
Winter is mål wedder dor,
Denn inne fiefte Niejohrsnacht
Föllt von Häben Schnei so sacht;
Doch ierst nå Stunnen kreech man mit,
Dat buten allens wier schön witt.

Denn’t wier so still, kein Windtoch güng,
As’t liesing denn tau schnien anfüng;
So keem dat Witt’ ganz piel hendål,
Lecht sik up Ierd un Twiech un Påhl,
Un bauz geeft’t in dees Winterstuf
Tau’t Taudeck noch ’n witte Huuv.


 

As denn dei Ruuchfrost noch spält mit,
Ward dat letzte Strukwark witt,
Un œwerall glitzert’t so fien
In den kollen Sünnenschien;
Bün vull Freud un likers bang,
Ob sik disse Pracht höllt lang.

sneeDeckt ok noch Schnei dei Planten tau,
Vörbi is bald dei Winterrauh,
Dörch’t morsche Taudeck, so mi dücht,
Dei gäle Winterblaum all lücht,
Un wenn’n sei ierst seihen kann,
Fangt dat Wassen wedder an.


Biller: Ludgerd Lüske, M.-L. Lessing, Anke Nissen
Texte: Behrend Böckmann

6.1.2026

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