7. Hornung — dei amerikaan'sche Rosen-Dach

vun Behrend Böckmann


In't 18. Johrhunnert füng dei Tüchtung von Rosen an, hüt gifft dat weltwiet 30.000 Rosensorten, dei wi in Wille Rosen un Gornrosen indeilen. Un dei Gornrosen warden noch eins deilt in olle Gornrosen un Moderne Rosen.

Tau dei Gornroos gehürt mien rosa "Centifolie", dei Hunnertbläder- orrer ok Kohlroos. Sei bläuht blot einmal in't Johr, gifft dorför œwer leiflich Rosenrükels af.

Ünner Moderne Rosen sünd wull dei Rosen tau seihn, dei noch schöner as dei Gloria Day sien willen un up den Pries "Güllen Roos" scharp sünd, dei alle Johr von'n internatschonale Jury in Baden-Baden an'n eurpä'schen Tüchter vergäben ward.
Dor wunnert dat ok nich, dat dei Amerikaner up den Infall keemen, dei välen schönen Rosen an einen Dach in't Johr tau fiern — un so wür dei 7. Hornung (Februar) dei amerikan'sche Rosendach un gellt as Vörsmack up den Valentinsdach.

Un dormit nich nauch, dei rode Rose kreech noch 'n eigen Fieerdach, un dei wür up den 12. Rosenmånd (Juni) fastlecht. Mit rode Rosen as dat Teiken för wohre Leif sall man Verwandte un Frünn' œwerraschen. Is klor, dat dor wedder dei Kommerz achtersitten deit, dei lett sik ja jümmer wedder niege "Kultur" un "Tradischonen" infallt, dei taufällig jümmer mit wat tau köpen tau daun hemm. Un vonwägen œwerraschen: Wecker warrt wohl noch œwerrascht sien, wenn hei an'n Rosendach vun'n Leifsten Rosen kricht?! Œwer disse Kommerz-"Tradischon" hett tauminnst den Scharm, den dei Roos unweigerlich mitbringt. Keinein kann dor Nee tau seggen.

Al in't Middelöller — in't 13. Johrhunnert — woor dei "Roman de la Rose" verfaat, dei "Rosenroman", dei dormalen al ein Leiwsgeschicht wier; un dei Roos is in den Roman sogor ein eindüdig erotisch Symbol. Kein Wunner, dat ok Goethe 'n Rösing up'e Heiden fünn, dat all in'n Hartung (Januar) 1891 nå dei Ierstvörstellung vonne Operette "Dei Vågelhœker" von Carl Zeller (1842-1898) in Wien sungen wür "Schenkt man sik Rosen in Tirol" orrer so as Nana Muskouri (Johrgang 1934) 1961 von witte Rosen ut Athen drömt, Gilbert Becaud (1927-2001) 1967 mit "L'important c'est la rose" (düütsch: Œwerall bläuhn Rosen) ganz grot rutkeem un Freddy Breck (1942-2008) 1973 mit "Rode Rosen sünd dei ewigen Boden vonne Leif" nålecht. Dat sünd blot por Bispills, woans œwer Rosen schräben un sungen wür.

Un dat gifft sogor 'n Rosenspråk:

  • ein rode Roos bedüdt: du hest mien Hart wunnen;
  • twei rode Rosen: wi hemm' uns einanner leif;
  • drei rode Rosen: ik heff di leif;
  • fief rode Rosen: sallen Perfekschon bedüden, wieldat dei Roos ja sülwen fief Bläder hett;
  • söss rode Rosen: Teiken för Tauneigung un Fründschaft;
  • twinnig rode Rosen: Leif, Hengäbung un Romantik;
  • twinnig witte Rosen: Beschedenheit, Reinheid, Unschüld;
  • twinnig rosa Rosen: Dankborkeit un Weikhartigkeit.

Un wat einen so allens bi Rosen dörch 'n Kopp geiht: dei Appelroos mit dei groten düsterrosa Bläuden up'e Dünen vonne Ostsee, dei Damaszener-Roos up'e Rosenfeller in Bulgarien, dei Wäpelduurnheck von't Duurnrösing-Schlott, dei Korlsbader Sprudelsteinroos, dei sik johrelang as Erinnerung an'n Besäuk in Korlsbad höllt, dei Seipenoper "Rode Rosen", dei dat af 2006 in't Kiekschapp gifft, dei in Lüneborg spält un all mihr as 4250 mål dei Taukiekers niegelich måkt hett, dat 8. Kapiddel von Antoine d'Exupéry (1900-1944) sien Märken "Dei lütte Prinz" för utwussen Lüd, in dat dei lütte Prinz vertellt, dat hei sien Roos so leiw hett un weckern Schaden dat nähmen wür, wenn hei sik nich üm ehr sorgen wür.

Inne hellenistisch Sagenwelt heit dat, dat dei Roos dörch dat Blaut von Aphrodite, dei sik anne Duurnen ratscht harr, so rode Bläuden kreech. Doch weiten wi hüt, dat dei Rosenduurnen in Würklichkeit Tacheln sünd.

Hinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874) schreef 1843 dat Radellied för Kinner "Ein Männlein steht im Walde" un fråcht: "Sech, wat künn't för'n Gnubbel ween, / dei an'n Rämel steiht alleen / mit en schwatte Kapp ganz lütt un kleen?" - un språken sallen dei Sänger antern: "Dei Gnubbel dor up eenen Been / mit den roden Matäng fien / un en schwatte Kapp so kleen / kann blot dei rode Hambutt sien."

Un ut riepe rode Hambutten lött sik Mammelutsch orrer 'n gauder Huswien måken; œwer dei Hambutten heiten ok Jööckbeern, denn dei witten Karns ut't Binnelste jööcken bannig dull up'e nåkelt Hut. Dorüm heit dei Wäpelduurn ok Jöökbeernstruk.
Un denn geiht mi noch dei Gürtelros, dei Rosenkrieg un dei Rosenmåndach dörch 'n Kopp, œwer dat hett nix mit Rosen, ehr Schönheit un ehr Rükels tau daun.


8.2.2026

 


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