Reinkeit un Üprümen

vun Hildegard Tölke


Dat neie Johr is taugange. Dei eiersten Termine staoht dor all up'n Kalenner. In dat Büro van Thomas staopelt sick noch Akten, Zeitungen un bunte Fernsehzeitungen ut 2020. Vandaooge will hei uprümen. Do kann hei kienein bi bruuken. Aower nao fiew Minuten kummp sien Söhn Hannes.
"Papa, kann ick di helpen?"
"Nee, mien Jung. Dat mott ick alleine maoken. Ick häbb miene eigene Ordnung."

Hannes bliff inne Dörn staohn.

Thomas äöwerlegg, womit hei sien Jung wegluurn kann. Do find hei taufällig in 'ne Zeitschrift ein grotet, buntet Bild van use Ern. Hei ritt dei Siete rut un schnitt dat Bild woll in 200 lüttke Stücke. "Hannes, verseuk maol, ut disse Schnipsel dat Bild vanne Ern wedder tausaomen tau kriegen."

Hannes sett't sick inne Ecke un fang an. "Nu häff ick üm 'ne Tiedlang vör miene Fäute wäge un Hannes häff wat tau knuusen, bit hei dat fardig hätt", denkt Thomas bi sick. "Nu lätt hei mi gewehrn." — Aower: Flaitkepiepen!

Nao poor Minuten is Hannes all fardig. Thomas kann 't nich glöwen. Würklick! Dat Bild van äöwer 2oo Schnipsel is fardig.
"Hannes, wo häss du dat so drocke, so kitske henkrägen?", frögg hei.
"Papa, uppe ännern Siete van dat Bild vanne Ern was ein Bild van ein Mensken. Un dissen Mensken häbb ick richtig tauhoope settet. Un at dei Mensk in Ordnung was, was dei Welt up dei änneren Siete dat uck."

Do straokt Thomas sien Söhn Hannes äöwern Kopp un sägg: "Jao, Hannes, so is dat: Use Welt is bloß dann in Ordnung, wenn dei Mensken in Ordnung sünd."



1.1.2021


na baven